Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Wilhelmshaven

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Inhalt: Peilwesen

Im Bundeswasserstraßengesetz sowie im Gesetz über die Aufgaben des Bundes auf dem Gebiet der Seeschifffahrt sind die gesetzlichen Grundlagen über die Vermessungsaufgaben festgelegt. Dazu gehört auch das Peilwesen (Seevermessung) zur Erstellung des Seekartenwerks.

Das Peilwesen umfasst das Peilen und alle Tätigkeiten, die daneben notwendig sind, um die aufgenommenen Daten auf einen bestimmten Kartenhorizont umzurechnen, kartenmäßig darzustellen und zu vervielfältigen. Unter Peilen ist das Messen der Wassertiefen zu verstehen einschl. der Bestimmung des Ortes, an dem die Messung vorgenommen wurde und die dazugehörige Uhrzeit.

Die Ergebnisse der Seevermessung werden in den vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) hergestellten Seekarten und in den von den Wasserstraßen- und Schifffahrtsämtern erstellten Peilplänen kartographisch dargestellt. Peilpläne des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Wilhelmshaven beinhalten eng begrenzte Vermessungsgebiete, die häufiger als bei der jährlichen Hauptpeilung vermessen und in den Seekarten nicht detailliert genug dargestellt werden. Form, Maßstab und Gestaltung der verschiedenen Peilpläne richtet sich nach der Größe des Vermessungsgebietes und dem Zweck der Vermessung.

Im monatlichen Abstand wird das gesamte Hauptfahrwasser der Jade (km 5,5 bis km 52) gepeilt. Nebenfahrwasser wie das Vareler Fahrwasser, die Ahne oder die Kaiserbalje werden entsprechend ihrer Bedeutung seltener, mindestens aber einmal pro Jahr gepeilt. Diese Peilpläne werden im Peilbüro vorgehalten und können auf Antrag gegen eine geringe Gebühr zur Verfügung gestellt werden.

Die Tiefenangaben beziehen sich auf eine Bezugsfläche, das Seekartennull (SKN) oder kurz Kartennull (KN). Das SKN ist kein einheitlicher Bezugshorizont, wie das in der Landvermessung übliche Normalnull (NN). Das SKN entspricht ab dem 01.01.2005 dem LAT (Lowest Astronomical Tide). Das LAT ist das Niedrigwasser, das aus Vorausberechnungen, in die die Astronomie mit starker Gewichtung eingeht, ermittelt und das statistisch nur einmal in 19 Jahren unterschritten wird. Peilpläne geben also Wassertiefen an, die bei besonders niedrigem Niedrigwasser noch für die Schifffahrt verbleiben.

Ansprechpartner:
Frank Heinemann
Sachbereich 2, Peilbüro
Tel.: 04421/186-326
Fax: 04421/186-308
E-Mail: Frank.Heinemann@wsv.bund.de